Lengacher
Emmenegger
Partner AG
dipl. Architekten ETH SIA BSA

 

Restaurierung Kirchenzentrum Lukas, Luzern

Die Lukaskirche, 1935 von den bekannten Luzerner Architekten Alfred Möri und Karl Friedrich Krebs erstellt, gehört zu den Hauptwerken des modernen evangelischen Kirchenbaus in der deutschen Schweiz. Die moderne Volumenkombination von Lukaskirche, Turm und Verwaltungsbau und deren Setzung in das städtebauliche Gefüge des Hirschmattquartiers, bildet zusammen mit der Zentral- und Hochschulbibliothek und dem Vögeligärtli ein einzigartiges städtebauliches Ensemble mitten in der Stadt Luzern. Auch im Innern weisen die beiden Gebäude hochwertige Details auf.

Der Gesamtkomplex wurde am 18. Juli 2013 in das kantonale Denkmalverzeichnis eingetragen.

Mit der Vereinigung der drei Teilkirchgemeinden Matthäus, Lukas und Weinbergli zur Reformierten Kirchgemeinde Stadt Luzern und den damit verbundenen neuen Anforderungen haben sich die Raumbedürfnisse im Kirchgemeindezentrum Lukas verändert. Im Auswahlverfahren wurde für das in die Jahre gekommene Kirchgemeindehaus und den Lukassaal nach einem Architektenteam für die Sanierung und Umgestaltung gesucht.

Die Aussenräume werden mit der Erneuerung des Kirchgemeindehauses und des Lukassaals instandgesetzt und den aktuellen Anforderungen angepasst. Die Aussenraumgestaltung stellt die ursprüngliche Klarheit der Gesamtanlage und die Bezüge zu der Umgebung wieder her. Dadurch wird die Auffindbarkeit des Lukassaals, wie auch des Kirchgemeindehauses verbessert.

Die Neuorganisation im Innern und der Ausbau des Untergeschosses und des Dachstocks schaffen Platz für die heutigen Bedürfnisse, bieten Raum für Mittagstisch und Begegnungsorte für niederschwellige Seelsorge. Die Räume, welche keine markante Nutzungsänderung erfahren und in welchen vielerorts die Originalsubstanz noch erhalten ist, wird die Restaurierung mit Orientierung an das ursprüngliche Konzept ausgeführt. Auf den beiden Geschossen, welche ausgebaut werden, sollen die neuen Elemente in das Bestehende zu einem neuen Ganzen integriert werden. So werden Material- und Farbkonzept auch in diesen neuen Räumen vom Originalzustand geprägt sein. Der Lukassaal bekommt eine sanfte Restaurierung der Oberflächen, da dessen Charakter weitestgehend noch dem Original entspricht.

Um die Grundhaltung des Erneuerungsprojekts – das Bauwerk weitestgehend zu erhalten und originalgetreu wieder herzustellen – umsetzten zu können, wurden als Vorbereitung für das Bauprojekt diverse Sondage-Arbeiten ausgeführt, um Informationen über den Originalzustand zu sammeln. Nebst diesem bauhistorischen Prozess wird der Planungsprozess auch von der Denkmalpflege konstruktiv begleitet.

 

Projektbeschrieb